Pflegezusatzversicherung Information

Die Pflegezusatzversicherung ist in den letzten Wochen häufig in der Presse zu lesen. Ist sie aber wirklich so wichtig wie alle Behaupten. Grundsätzlich kann man sagen "Ja", denn eine Pflegefall in der Familie kann das finanziell zu tragende Risko minimieren und bei richtiger Absicherung sogar dementprechend verhindern. Warum überhaupt und welche Absicherung nötig ist, erfahren Sie auf dieser Informationsseite zur Pflegezusatzversicherung.

Was ist die Pflegeversicherung?

Mit dem 1. Januar 1995 wurde mit der Einführung der gesetzlichen Pflegeversicherung eine große Lücke in der sozialen Versorgung geschlossen. Mit diesem Stichtag wurde die Pflegeversicherung als eigenständiger Zweig in der Sozialversicherung eingeführt.
Da jeder Bundesbürger einmal auf ihre Hilfe angewiesen sein kann, wurde bereits mit der Einführung der Pflegeversicherung eine umfassende Versicherungspflicht für alle gesetzlichen und privaten Versicherten festgesetzt. Bereits ab Beginn war jeder, der gesetzlich oder privat krankenversichert ist automatisch in der sozialen bzw. der privaten Pflegeversicherung pflichtversichert.

Die Kosten der sozialen Pflegeversicherung werden durch die eingenommenen Beiträge finanziert. Arbeitnehmer und Arbeitgeber tragen die Beiträge jeweils zur Hälfte. Wie viel Leistungen einem Pflegebedürftigen aus der Versicherung zustehen, hängt vom dem Grad und der Dauer seiner Hilfsbedürftigkeit ab. Je nach Umfang des Hilfebedarfs gibt es unterschiedliche Pflegestufen. Die Pflegebedürftigen entscheiden dabei grundsätzlich, von wem und wie Sie gepflegt werden wollen. Sie können sich zum Beispiel die Hilfe von professionellen Pflegefachkräften sichern oder aber Gelder beziehen, mit denen Sie den helfenden Angehörigen eine finanzielle Entschädigung zukommen lassen können.

Die Einführung der Pflegepflichtversicherung war notwendig geworden, da insbesondere in den Industrieländern, die gesellschaftliche Entwicklung darauf hinaus laufen wird, dass die Menschen in diesen Ländern immer älter werden. In Deutschland zum Beispiel wird die Anzahl der älteren Personen (66 Jahre und älter) von 2008-2050 um circa 6,7 Millionen Menschen auf 23,4 Millionen Menschen zu-nehmen. Ein heute geborenes Mädchen hat aufgrund der längeren Lebenserwartung gute Chancen sogar das 22. Jahrhundert zu erleben. Je älter die Bevölkerung, desto höher die Zahl der Pflegebedürftigen. Für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeutet Pflegebedürftigkeit eine große psychische und physische sowie finanzielle Belastung (Verlust von Lebensqualität). Da es in den Familien immer weniger Kinder gibt, die zu dem noch oft berufstätig sind, können sie sich zukünftig nicht mehr so intensiv um ihre Eltern kümmern, wie dies einmal in der Vergangenheit der Fall war.

Wer ist versichert?

Wie bereits ausgeführt besteht grundsätzlich eine Absicherung über die sozialen sowie privaten Pflegeversicherungen. Jeder ist dort pflegeversichert wo er auch krankenversichert ist.

Versicherte in der gesetzlichen Krankenversicherung

Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung krankenversichert sind gehören automatisch der sozialen Pflegeversicherung an. Eine gesonderte Aufnahme in die soziale Pflegeversicherung muss deshalb nicht gestellt werden.

Freiwillig Versicherte

Für in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig Versicherte besteht eine Versicherungspflicht in der sozialen Pflegeversicherung. Sie können sich von dieser Pflicht jedoch befreien lassen. Der Versicherer kann sich innerhalb der ersten drei Monate entscheiden, ob er in der freiwilligen Sozialversicherung oder in der privaten Pflegeversicherung versichert sein will. Hierzu muss der Versicherte nachweisen, dass eine entsprechende Pflegeversicherung abgeschlossen hat.

Privat Versicherte

Mitglieder einer privaten Krankenversicherung sind automatisch auch in der privaten Pflegeversicherung (PPV) versichert. Die Leistungen sind denen der sozialen Pflegeversicherung gleichwertig. Anstelle der Sachleistungen tritt jedoch die Kostenerstattung (wie bei privaten Krankenversicherung üblich).

Die richtige Pflegevorsorge ist heute für alle Bürger wichtig.

"Kinder haften für Ihre Eltern!"

Vor dem „Nichts“ haben die Deutschen mehr Angst als vor der Pflegebedürftigkeit.
Laut einer Umfrage ist für 82 % der Deutschen die Vorstellung, einmal auf die Hilfe anderer angewiesen sein zu müssen, die mit Abstand größte Sorge für die persönliche Zukunft.

Aus diesem Grund wurde bereits am 1. Januar 1995 die soziale Pflegeversicherung eingerichtet. Das Ziel - die finanzielle Absicherung des Risikos Pflegebedürftigkeit.
Da davon auszugehen war, dass grundsätzlich jeder Bundesbürger auf Unterstützung angewiesen sein kann, wurde bereits mit Einführung der Pflegeversicherung eine umfassende Versicherungspflicht für gesetzliche und private Krankenversicherte beschlossen.

Dabei wird das Pflegefallrisiko von den Bundesbürgern tendenziell unterschätzt und ignoriert.
Prognosen des statistischen Bundesamtes zeigen schon jetzt, dass sich die Zahl der Pflegebedürftigen bei einer konstanten altersspezifischen Pflegewahrscheinlichkeit von im Jahr 2011 und 2,4 Millionen auf ca. 3,4 Millionen im Jahr 2030 erhöhen wird.

Nach einer Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) glauben mehr als 75 % der Befragten nicht, dass die Bundesregierung das Pflegeproblem alleine lösen kann. So schätzt jeder Dritte die Kosten bei der Pflegebedürftigkeit in einem Pflegeheim mit mehr als 2.500 € pro Monat noch einigermaßen realistisch ein. Allerdings kann jeder 4. Bundesbürger pflegebedürftige Angehörige nicht finanziell unterstützen.

Aufgrund der längeren Lebenserwartung steigt jedoch die Wahrscheinlichkeit auf fremde Hilfe angewiesen zu sein. Selbst die innovativste Medizin wird nicht garantieren können, dass wir bis ins hohe Alter gesund bleiben.

Die Mehrzahl der Befragten geht dabei auch davon aus, dass Sie erst im hohen Alter bzw. kurz vor ihrem Ableben von einer möglichen Pflegebedürftigkeit betroffen sein könnten.
Gerade die zunehmende wahrnehmbare Volkskrankheit Demenz, zeigt an prominenten Beispielen, dass die Pflegebedürftigkeit eben nicht immer erst in hohem Alter eintritt.
Zwar steigt das Risiko einer Pflegebedürftigkeit mit zunehmendem Alter an, der Verlauf der Pflegefälle zeigt jedoch, dass sich die Dauer der Pflegebedürftigkeit über mehrere Jahre erstrecken kann.
Ein Pflegefall kann auch aus einer vorausgegangenen Berufsunfähigkeit entstehen. Deshalb sollte sich grundsätzlich jeder mit dem Thema Pflege beschäftigen.

Gesetzliche Pflegeversicherung reicht nicht aus.

Aus dem aktuell erschienene Ratgeber zur Pflege des Bundesministerium für Gesundheit geht hervor Zitat:

„Oberstes Ziel ist es, den pflegebedürftigen Menschen weitestgehend ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Allerdings deckt die soziale Pflegeversicherung häufig nicht alle Kosten der Pflege ab. Den Rest trägt der Pflegebedürftige oder seine Familie selbst. Sie wird deshalb auch als Teilleistungsversicherung oder Kernsicherungssystem bezeichnet.“

Wie das nachfolgende Beispiel zeigt, wird das Zitat eindrucksvoll bestätigt.

Johanna Z. 76 Jahre lebt in einem Pflegeheim. Sie benötigt bei der Körperpflege sowie beim An- und Auskleiden etc. eine dauernde Begleitung durch eine Pflegekraft.
Frau Z. wurde deshalb vom medizinischen Dienst der gesetzlichen Pflegeversicherung der Pflegestufe III zugeordnet.

Pflegekosten in Deutschland:
Monatliche Pflegekosten3475,00 €
Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung Pflegestufe III1550,00 €
Verbleibender Monatliche Eigenanteil der Pflegebedürftigen1850,00 €
Daraus ergibt sich eine jährliche Versorgungslücke von23.100,00 €

Die nicht gedeckten Pflegekosten sind durch den Pflegebedürftigen aufzubringen.
Reichen die Vermögenswerte nicht aus, müssen die Kinder bis zu einem gewissen Grad zur Kostendeckung beitragen. (Siehe auch Video)

Neuerungen in der gesetzlichen Pflegeversicherung

Mit dem Pflege Neuausrichtungsgesetzt (PNG) wurde die Förderung der privaten Pflegevorsorge (so genannten „Pflege Bahr“ in Anlehnung an die steuerlich geförderte Riester-Rente) zum 01.01.2013 zur zusätzlichen Förderung in Kraft gesetzt.
Die Förderung soll die Bürger dabei unterstützen für den Fall einer Pflegebedürftigkeit mit ergänzenden Leistungen zu der gesetzlichen Pflegeversicherung vorzusorgen.

Die neuen Versicherungsangebote werden von privaten Krankenversicherungsgesellschaften angeboten.

Bei einer Pflegezusatzversicherung "Pflege-Bar" ist zu beachten:

  • Der Eigenanteil des Versicherten muss mindestens 120 € pro Jahr betragen (10 € pro Monat)
  • Die staatliche Zulage wird in Höhe von 60 € pro Jahr gewährt (fünf Euro pro Monat)
  • Der jeweilige Tarif des Anbieters muss eine Leistung in jeder Pflegestufe vorsehen.
  • Die privaten Krankenversicherer müssen den Tarif unabhängig vom Gesundheitszustand und Geschlecht kalkulieren.(Unisex)
  • Die Tarife sind auf die Leistungshöhe der gesetzlichen Pflegeversicherung limitiert.
  • Jeder Erwachsene ab 18 Jahren der in der Pflegepflichtversicherung versichert ist und keine Leistungen daraus beansprucht oder beansprucht hat ist Zulage berechtigt.
  • Die Dynamisierung des Vertrages in Höhe der Inflation muss vereinbart werden können.
  • Es wird eine Karenzzeit von maximal fünf Jahren vorgesehen.
  • Die administrativen Formalitäten sind laut Bundesgesundheitsministerium von den Versicherungsunternehmen zu übernehmen, so dass die Antragstellung zu einer automatischen Zulagengewährung führt.
  • Die eingerechneten Abschlusskosten (für Provisionen, Vertragsaktenführung, Bestandsführung) sind auf die zweifache Bruttomonatsprämie begrenzt.
  • In der Pflegestufe III gilt eine Mindestabsicherung von 600 € im Monat.
  • Es besteht grundsätzlich Annahmezwang durch den Versicherer d.h. die Versicherungstarife dürfen keine Leistungs- und Risikozuschläge enthalten.

Richtige Wahl des Anbieters entscheidend.

Erste Tests der bisher angebotenen Versicherungstarife von Stiftung Warentest/Finanztest zeigen teilweise unbefriedigende Ergebnisse.
Je nach Eintrittsalter des zu Versichernden können nicht geförderte Versicherungslösungen sogar deutlich kostengünstiger sein.

Pflege Bahr nur eine weitere Grundsicherung

Addiert man die Leistung aus dem Pflege „Bahr“ aus dem o.g. Beispiel hinzu, bleiben allerdings immer noch 1325 € als Versorgungslücke übrig.
Damit über lange Jahre aufgebaute Vermögenswerte nicht am Ende für die Kostendeckung eines Pflegefalles in Anspruch genommen werden müssen, ist eine private Eigenvorsorge unbedingt zu empfehlen.
Dabei empfiehlt sich bei der Auswahl und Absicherung, die neutrale und gewissenhafte Beratung eines unabhängigen Beraters.
Hierbei gilt in der Regel umso früher man damit beginnt (Alter) desto Kosten-schonender lässt sich ein mögliches Pflegefallrisiko absichern. Die oft geäußerte Meinung, dass man sich mit dem Thema „Pflege“ später beschäftigen wolle, kann teuer und bis zu nicht mehr finanzierbar werden.

Was bedeutet eigentlich pflegebedürftig zu sein?

Die gesetzliche Pflegeversicherung leistet ab einem täglichen Hilfsbedarf von 90 min. Besteht ein geringerer Bedarf muss dieser selbst finanziert werden.
Für Demenzfälle besteht eine Sonderregelung mit der Pflegestufe 0. Die Grundvoraussetzungen für eine Leistung sind, dass der Leistungsempfänger eine Pflege beansprucht und eine Eingruppierung in eine bestimmte Pflegestufe erfolgt ist.

Grundsätzlich sind Personen pflegebedürftig die aufgrund ihrer:

  • körperlichen
  • geistigen
  • seelischen
  • Behinderungen
  • bei regelmäßig wiederkehrenden und gewöhnlichen persönlichen Verrichtungen des täglichen Tagesablaufs über einen Dauer von mindestens 6 Monaten in erheblichem Umfang Hilfe benötigen.

Krankheiten oder Behinderungen können sein:

  • Funktionsstörungen am Stütz- und Bewegungsapparat, Lähmungen und Verluste von Gliedmaßen
  • Funktionsstörungen der inneren Organe
  • Funktionsstörungen der Sinnesorgane
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Psychosen, Neurosen und geistige Behinderungen

Dabei kommt es nicht mehr so sehr darauf an, wie schwer die Krankheit oder die Behinderung ist. Wichtig ist welcher individuelle Bedarf sich aus der konkreten Schädigung und den Beeinträchtigungen sowie aus den noch vorhandenen Fähigkeiten ergibt, so dass jeweils in Bezug auf die täglich anfallenden Verrichtungen die medizinisch und pflegerische notwendig sind

Gewöhnlichen und regelmäßig wiederkehrenden Verrichtungen sind:

  • Die Körperpflege und das waschen
  • Duschen und Baden
  • Die Zahnpflege und das Kämmen und Rasieren
  • Die Darm- und Blasenentleerung

Bei der Ernährung, das mundgerechte Zubereiten oder die Aufnahme der Nahrung

In Bezug auf die Mobilität das selbstständige aufstehen und zu Bett gehen, ankleiden und auskleiden, Gehen, Stehen, Treppensteigen oder das Verlassen und Wiederaufsuchen der Wohnung.

In Bezug auf die hauswirtschaftlichen Versorgungen, das Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung sowie das Beheizen der Wohnung

Wird zum Beispiel nur Hilfe bei hauswirtschaftlichen Verrichtungen benötigt, besteht noch keine Hilfsbedürftigkeit.

Für die Feststellung und Höhe der Pflegestufe ist entscheidend, wie häufig und in welchem zeitlichen Umfang mit welcher Hilfeform bei den einzelnen Verrichtungen ein regelmäßiger Hilfsbedarf besteht.
Bestehen weitere Hilfestellungen, die sogar noch über die definierten Verrichtungen hinausgehen, können diese bei der Feststellung der Pflegestufe nicht berücksichtigt werden!

Wie sind die einzelnen Pflegestufen aufgegliedert?

Für die Einstufung in eine der 4 Pflegestufen gelten die nachfolgend näher beschriebenen Kriterien:

  • Pflegestufe 0
    Voraussetzung für die Pflegestufe null bis eine eingeschränkte Alltagskompetenz.
    Mit einer eingeschränkten Alltagskompetenz sind Personen gemeint, die von Demenz, einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung betroffen sind.
    Bei diesen Personen wird eine regelmäßige Hilfe benötigt, die jedoch nicht im erforderlichen Umfang einer Einstufung in die Pflegestufe I entspricht d.h. weniger als 45 min Grundpflege am Tag.
    (§ 45 a SGB XI)
  • Pflegestufe I
    Voraussetzung für die Einstufung in die Pflegestufe I ist, das Vorliegen einer erheblichen Pflegebedürftigkeit.
    Diese Personen benötigen bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität für wenigstens bei zwei Verrichtungen aus einem oder mehreren Bereichen mindestens einmal am Tag Hilfe.
    Des Weiteren muss zusätzlich mehrmals in der Woche eine Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 SGB XI) benötigt werden.
    Der Zeitaufwand muss in dieser Pflegestufe im wöchentlichen Tagesdurchschnitt mindestens 90 min betragen. (§ 15 Abs. 3 Nr. 1 SGB XI) Wichtig - Auf die Grundpflege müssen hierbei mehr als 45 min. entfallen.
  • Pflegestufe II
    Voraussetzung für das Vorliegen dieser Pflegestufe ist eine schwere Pflegebedürftigkeit.
    Hierzu zählen Personen die bei ihrer Körperpflege, ihrer Ernährung oder ihrer Mobilität mindestens dreimal am Tag zu verschiedenen Tageszeiten der Hilfe durch Pflegekräfte bedürfen.
    Des Weiteren benötigen diese Personen mehrmals in der Woche Hilfe bei ihrer hauswirtschaftlichen Versorgung. (§ 15 Abs. 1 Nr. 2 SGB XI)
    Der wöchentliche Zeitaufwand muss mindestens 3 Std. betragen. (§ 15 Abs. 3 Nr. 2 SGB XI) Auf die Grundpflege müssen hierbei mehr als 2 Std. entfallen.
  • Pflegestufe III
    Voraussetzung für das Vorliegen der höchsten Pflegestufe ist die Schwerstpflegebedürftigkeit.
    In dieser Pflegestufe werden Personen eingestuft, die bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität jeden Tag rund um die Uhr und auch während der Nachtzeit Hilfe bedürfen.
    Hinzu kommt mehrfacher Hilfsbedarf bei hauswirtschaftlichen Versorgungen pro Woche. (§ 15 Abs. 1 Nr. 3 SGB XI) Der wöchentliche Zeitaufwand muss mindestens 5 Std. betragen. Auf die Grundpflege müssen hierbei mehr als 4 Std. entfallen (§ 15 Abs. 3 Nr. 3 SGB XI)

Wie wird eine Pflegebedürftigkeit festgestellt?

Bei der Frage in welche Pflegestufe ein pflegebedürftiger Mensch eingestuft wird, entscheidet bei den gesetzlich Versicherten der medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK).
Bei den privat Versicherten ist es der medizinische Dienst Medicproof GmbH, eine Tochtergesellschaft des Verbandes der privaten Krankenversicherer.
Das Vorgehen bei der Prüfung und der Beurteilung der Pflegebedürftigkeit unterscheidet sich hierbei nicht. Für beide Prüfeinheiten gelten dieselben Maßstäbe und Beurteilungskriterien.

Das Prüfverfahren ist recht aufwändig und endet grundsätzlich mit der Entscheidung der Pflegekasse.
In der Regel ist eine zeitnahe Entscheidung für die Pflegebedürftigen bzw. die Antragsteller von entscheidender Wichtigkeit. Denn wenn die Pflegekassen die Leistungsentscheidungen nicht fristgerecht treffen, haben sie dem Antragsteller ab dem ersten Tag der Überschreitung 10 € als erste Versorgungsleistung zur Verfügung zu stellen.
Die Bearbeitung eines Antrags darf bis zu seiner schriftlichen Entscheidung einschließlich der Begutachtung durch den MDK oder Medicproof GmbH nicht länger dauern als 5 Wochen.
Von dieser Regelung kann abgewichen werden, wenn das Vorliegen besonderer Gründe eine längere Bearbeitungszeit rechtfertigen.
Damit die Pflegekassen ihrer Pflicht nachkommen rechtzeitig entscheiden zu können, haben sie die Möglichkeit andere Gutachter als den MDK einzusetzen.

Gegen ergangene Bescheide kann Widerspruch eingelegt werden. Dies gilt zum Beispiel für den Fall, dass die Pflegekasse keine Pflegebedürftigkeit feststellt bzw. die Einstufung in die Pflegestufe für den Pflegebedürftigen nicht nachzuvollziehen ist.
In diesen Fällen kann innerhalb eines Monats nach Zusendung des ergangenen Bescheids über die Pflegeeinstufung Widerspruch eingelegt werden. Für den Fall, dass der Bescheid keine Widerspruchsbelehrung beinhaltet, kann sogar noch innerhalb des ersten Jahres nach Erteilung widersprochen werden.

Welche Pflegeleistungen können beansprucht werden?

Häusliche Pflege

Bei der häuslichen Pflege wird vorausgesetzt, dass die Pflege in den eigenen vier Wänden stattfindet.
Darüber hinaus ist es auch möglich, dass die pflegebedürftige Person in einem anderen Haushalt, zum Beispiel einem Altenwohnheim gepflegt wird. (Kein Pflegeheim)


Pflege Sachleistungen-ambulante Pflege

Ambulante Pflegedienste erhalten für ihre Tätigkeit Sachleistungen. Die professionellen Pflegekräfte unterstützen hierbei die pflegenden Angehörigen und machen es den Pflegebedürftigen möglich trotz ihres ständigen Hilfsbedarfs weiter in ihrer Wohnung und ihrem gewohnten Lebensumfeld leben zu können.
Die gesetzliche Pflegeversicherung gibt der häuslichen Versorgung eindeutig den Vorrang vor einer stationären Versorgung in einem Pflegeheim.
Je nach Grad der Pflegebedürftigkeit eine Pflegeleistung durch ambulante Dienste in Anspruch genommen werden.


Pflege Sachleistungen, ambulante Versorgung, teilstationärer Pflege

Stufe I 450 €
Stufe II 1100 €
Stufe III 1550 €
Härtefälle 1918 €
Eine wichtige Voraussetzung für den Anspruch von Sachleistungen ist, dass der ambulante Dienst mit den Pflegekassen bzw. den für Sie tätigen Verbänden Verträge über seine Dienstleistung geschlossen hat.

Bei Pflegeleistungen, die nicht von zugelassenen Leistungserbringern in Anspruch genommen werden, handelt es sich um selbst sichergestellte Pflege. In diesen Fällen sieht die Pflegeversicherung das Pflegegeld vor.


Im Falle privat durchgeführter Pflegeleistungen werden folgende Beiträge (Pflegegeld) geleistet:

Stufe I 235 €
Stufe II 44 €
Stufe III 700 €
Vollstationäre Pflege
Für den Fall, dass der Pflegebedürftige nicht mehr in seinen eigenen vier Wänden gepflegt werden kann, oder diese nicht mehr durchführbar ist, besteht die Möglichkeit der voll stationären Pflege in einem durch die Pflegekassen zugelassenen Pflegeheim.


Für die stationäre Versorgung von Pflegebedürftigen ergeben sich folgende Pflegeleistungen:

Stufe I 1023 €
Stufe II 1279 €
Stufe III 1550 €
Härtefälle 1918 €

Was ist sonst noch zu tun?

Neben den finanziellen Risiken eines möglichen Pflegefalls, sollten weitere wichtige Fragen in der Familie besprochen und abgestimmt sein.
Bei den meisten Pflegefällen besteht der Wunsch der häuslichen (Pflege zuhause) Pflege.
Es sollte deshalb in der Familie besprochen werden, wer in einem möglichen Pflegefall hierfür zur Verfügung steht.
Je nach Pflegegrad ist auch zu prüfen, ob eine häusliche Pflege überhaupt möglich wäre, oder ob es hierzu noch notwendiger Umbaumaßnahmen bedarf.
Auch die Frage so genannter Pflege/Vorsorge Vollmachten sollte besprochen werden, hierbei empfiehlt es sich auch auf juristischen Beistand zurückzugreifen.
Sofern sich schon ein Pflegefall abzeichnet und eine häusliche Pflege nicht infrage kommt, sollte frühzeitig mit der Suche nach einem geeigneten Pflegeheimplatz begonnen werden.
Denn schon heute bestehen teilweise lange Wartelisten in den Pflegeheimen.

Was sind die Gründe für den Eintritt einer Pflegebedürftigkeit?

Der Grund für den Eintritt einer Pflegebedürftigkeit kann sehr individuell und verschieden sein. Nach den aktuellen Statistiken dominieren 6. Krankheitsgruppen. Diese sind Ursache für fast 80 % der Pflegebedürftigkeit. Hierbei ist zu beachten, dass die Häufigkeit mit der diese Krankheiten zu Pflegebedürftigkeit führen bei Männer und Frauen unterschiedlich ausgeprägt sind. Männer leiden häufiger an der Kreislauferkrankungen während bei Frauen Krankheiten des Bewegungsapparat (wie Osteoporose) zur Pflegebedürftigkeit führen.

Die 6 häufigsten Krankheitsbilder sind:

  • Erkrankungen des Kreislaufsystems, zum Beispiel: Schlaganfall, Infarkt oder Herzschwäche
  • Erkrankung des Bewegungsapparates wie Osteoporose und Arthrose
  • Bösartige Tumorerkrankungen, an den Atemwegen, der Brust, dem Dickdarm und der Prostata
  • Psychische Erkrankungen wie zum Beispiel Depressionen oder Demenz
  • Daneben gibt es auch unspezifische Symptome und abnormale klinische Befunde, die vor allem bei über 80 jährigen auftreten können. Hierzu zählen z.B. Senilität
  • Zu den Erkrankung des Nervensystems zählen Alzheimer und Parkinsonkrankheit

Pflegebedürftigkeit kann auftreten infolge einer

  • schweren Krankheit
  • eines vorliegen altersbedingten Kräfteverfalls
  • oder eines schweren Unfalls

Die Risiken pflegebedürftig zu werden steigen progressiv mit dem erreichten Lebensalter. So sind 68 Prozent der Leistungsempfänger der sozialen und privaten Pflegeversicherung Frauen und nur 32 Prozent Männer.
Für Frauen ist das Risiko pflegebedürftig zu werden deutlich höher. Der Grund hierfür liegt vor allem in der höheren Lebenserwartung der Frauen. Bei über 1/3 der Pflegebedürftigen ist die Demenz Hauptauslöser für ihre Pflegebedürftigkeit.

Welche Möglichkeiten einer Pflegezusatzversicherung gibt es?

Wie Statistiken belegen haben die deutschen Bundesbürger vor dem „Nichts“ mehr Angst als vor der eigenen Pflegebedürftigkeit.
Für einen Großteil der Bundesbürger ist die Vorstellung einmal auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein, die mit Abstand größte Sorge für ihre persönliche Zukunft.

So wird das Pflegefallrisiko von vielen tendenziell unterschätzt. Dabei steht fest, dass eine private Eigenvorsorge (dies können unterschiedliche Maßnahmen zur Vermögensbildung einen) unbedingt notwendig ist, wenn man sein Vermögen am Ende nicht für die Pflege aufbrauchen und evtl., von Sozialhilfe leben möchte.

Wir unterscheiden hier folgende Tarifvarianten:

Die private Pflegetagegeldversicherung, die Pflegekostenversicherung und die Pflege-Rentenversicherung
Zum 01.01.2013 kam noch der sogenannte Pflege Bahr hinzu.
Das neue- Produkt Pflege Bahr wird von den privaten Krankenversicherern im Laufe 2013 nach und nach eingeführt werden.
Bei dem Pflege Bahr handelt es sich um eine gesetzlich geförderte Zusatzversicherung.

Die Pflege-Bahr-Versicherung

Dabei gilt es beim Pflege Bahr folgendes zu beachten:

  • Der Tarif jedes Produktanbieters muss für jede Pflegeleistung d. h. jede Pflegestufe (I-III) eine Leistung vorsehen.
  • In der Pflegestufe III ist ein- Mindestabsicherungsbetrag von 600 € im Monat zur Verfügung zu stellen.
  • Die privaten Krankenversicherer müssen den Tarif unabhängig vom Gesundheitszustand und Geschlecht kalkulieren.
  • Die angebotenen Tarife dürfen keine Ausschluss oder Risikozuschläge beinhalten. (Das bedeutet das die Annahme des Versicherungsschutzes durch den jeweiligen Krankenversicherungsanbieter nicht verweigert werden kann.)
  • Für den Pflege Bahr gilt eine Karenzzeit bis zum Leistungseintritt von maximal 5 Jahren als vereinbart.

Die Pflegerentenversicherung

Pflege-Rentenversicherungen werden als Pflegezusatzversicherung von einer Vielzahl der Lebensversicherer angeboten.
Hierbei kommt es im Falle der Pflegebedürftigkeit zu der Auszahlung einer vorher fest vereinbarten monatlichen Rente. Diese kann je nach Vereinbarung lebenslang gewährt werden.

Entscheidend ist, dass der Versicherungsnehmer über das eingezahlte Geld frei verfügen kann.
Das bedeutet, dass die Art der Pflege i. d. Regel hinsichtlich der Höhe der Leistungen keine Rolle spielt. D.h. die Höhe der Leistungen ist nicht davon abhängig ob die Pfiege nun in einem Heim oder zuhause erfolgt.
Die Versicherungssummen einer Pflege-Rentenversicherung variieren in der Regel zwischen 250 bis maximal 4000 €.
Das Eintrittsalter in einer Pflege-Rententarif beginnt in der Regel mit 18 und endet mit dem 75. Lebensjahr.
Einige Anbieter bieten auch den Eintritt in die Versicherung bis zum 80. Lebensjahr an.
Die Vertragsdauer beträgt grundsätzlich mindestens ein Jahr. Ein lebenslanger Versicherungsschutz sollte vereinbart werden.

Die selbstständige Pflegerentenversicherung ist eine reine Risikoversicherung für den Fall des Eintritts einer Pflegebedürftigkeit.

Sie kann durch folgende Optionen erweitert werden:

  • eine Leistung im Todesfall
  • eine Sofortleistung (Kapitalzahlung) bei Pflege Rentenbeginn.
  • Eine vorzeitige Beitragsbefreiung im Leistungsfall.

Die Leistungen in den Pflegestufen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Sie sehen in der Regel zum Beispiel 25 % der vereinbarten Pflegestufe I, 50 % in der Pflegestufe II und 100 % in der Pflegestufe III vor.
Einige Anbieter bieten auch die Möglichkeit der freien Wahl der Leistungshöhe. So lassen sich zum Beispiel 10 % in der Pflegestufe I und 80 % der Pflegestufe II und 100 % der Pflegestufe III bei gleichzeitiger Beitragsbefreiung vereinbaren. Einige Tarife bieten auch die Möglichkeit der Leistung nur in den Pflegestufen II und III.

Darüber hinaus bieten einige Anbieter mittlerweile auch die Möglichkeit der Kombination von Alters- und Pflegerente. Hier wird zum Beispiel bei der Altersrente bei Demenz und Pflegebedürftigkeit die Rentenzahlung aufgestockt.

Hervorzuheben ist, dass bei fast allen Anbietern im Fall einer Demenz eine Leistung in Höhe der Pflegestufe II vorgesehen ist. Einzelne Anbieter zahlen bei Demenz auch 70 % oder sogar 75 % der vereinbarten maximalen Pflegerente.

Bei Antragstellung ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. Je nach Vertragsabschluss gilt einer Wartezeit als vereinbart. Die Wartezeit kann durch die Beantwortung von Gesundheitsfragen verkürzt oder mit einem sofortigen Leistungsbeginn verbunden werden.

Bei der Beitragszahlung kann eine laufende Beitragszahlung, eine abgekürzte Beitragszahlung oder eine Einmalbeitragszahlung vereinbart werden..

Einige Pflege Rentenversicherer bieten die Pflegerente auch gegen einen Einmalbeitrag mit einer Geld zurück Komponente an.

Gleichbleibender Beitrag

Bei der Pflege Rentenversicherung ist davon auszugehen, dass der Beitrag über die gesamte Vertragsdauer garantiert ist. D. h. es wird ein konstant fester Beitrag vereinbart. Im Gegensatz zu den privaten Krankenversicherern kommt es bei erhöhtem Aufwand nicht zu einer ständigen Beitragsanpassung.

Karenzzeiten/Wartezeiten-Leistungsanpruch

Die Pflege-Rentenleistungen entstehen bei den angebotenen Tarifen zu unterschiedlichen Zeitpunkten. Viele Anbieter verzichten vollständig auf Karenz- und Wartezeiten. Einige Anbieter wiederum sehen eine wählbare Kernzeit von 3, 6 oder 12 Monaten vor. Andere wiederum vereinbaren Wartezeiten von zum Beispiel 5-12 Jahren bis zum Leistungsbeginn. Der Versicherungsnehmer hat somit die Wahl welche Warte- und Karenzzeit er vereinbaren will. Darauf bildet sich auch die Höhe des Beitrages zum Vertrag. Tritt die Pflegebedürftigkeit aufgrund eines Unfalls ein--, wird auf die Wartezeit von den meisten Anbietern verzichtet.

Der Leistungsanpruch

In einigen Fällen erfolgt eine Leistung auch bei Autonomieverlust des Versicherungsnehmers (Demenz). Die Leistungsvoraussetzungen bei Demenz wie z. B. Alzheimer ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich geregelt. Sie reichen von der mittelschweren kognitiven Beeinträchtigungen dem erreichen von vier Punkten (ADL) des Punktesystems durch den behandelnden Hausarzt bis zu einer Einschätzung einer schweren kognitiven Beeinträchtigungen durch einen Neurologen.

Die Feststellung der Pflegebedürftigkeit wird in der Regel auf Basis der Definition des Paragraphen 14 und 15 Sozialgesetzbuch XI (SGB) vorgenommen. Eine Anerkennung der Pflegebedürftigkeit erfolgt analog der gesetzlichen Regelungen. Für die Anerkennung der Pflegebedürftigkeit genügt deshalb das Gutachten der Pflegekasse oder des privaten Krankenversicherers. Sollte kein Leistungsanpruch nach SGB XI bestehen, prüfen die meisten Versicherer gemeinsam mit dem Hausarzt den Leistungsanpruch nach einem Punktesystem ADL Activties of Daily Living.

Der ADL Punkte Katalog

  • Fortbewegung im Zimmer (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf liegt vor, wenn die versicherte Person auch unter Berücksichtigung der Inanspruchnahme einer Gehhilfe oder eines Rollstuhls die Hilfe einer anderen Person für die Fortbewegung benötigt.

  • Aufstehen und zu Bett gehen (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf ist angezeigt, wenn die versicherte Person nur mit Unterstützung einer anderen Person das Bett verlassen oder ins Bett gehen kann.

  • An und Auskleiden (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf ist angezeigt, wenn die versicherte Person unter Berücksichtigung krankengerechter Kleidung sich nicht ohne die Mithilfe anderer Personen an und Auskleiden kann.

  • Einnehmen von Mahlzeiten und Getränken (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf liegt vor, wenn die versicherte Person auch bei Nutzung krankengerechter -- Bestecke und Getränkebehälter nicht ohne Unterstützung einer anderen Person essen oder trinken kann.

  • Waschen, Kämmen oder Rasieren (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf liegt vor, wenn die versicherte Person sich nur mit einer Hilfe einer anderen Person Waschen, Kämmen oder Rasieren kann da sie hierzu selb--ständig nicht mehr fähig ist.

  • Verrichten der Notdurft (Punkt I)
    Ein Hilfebedarf liegt vor, wenn die versicherte Person sich nicht mehr alleine säubern kann. Oder weil der Darm beziehungsweise die Blasen nur mit fremder Hilfe entleert werden kann.

Die Höhe der Pflegebedürftigkeit und damit der Pflegeleistungen wird nach Anzahl der Pflegepunkte eingestuft.

Pflegestufe I bei 3 Punkten
Pflegestufe II bei 4 Punkten
Pflegestufe III bei 6 Punkten

Zur Einstufung in die Pflegestufe II kam es allerdings auch kommen, wenn eine mittelschwere kognitiven Störungen (Demenz), eine seelische Erkrankung oder geistige Behinderung dazu führt, dass der Pflegebedürftige sich und andere gefährdet und deshalb täglicher Beaufsichtigung bedarf.

Die Besonderheiten der Pflegerentenversicherung

Einige Pflegerententarife sehen, sofern sich die Pflegefalldefinition zum Beispiel im Zuge einer neuerlichen Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung ändert, eine Option auf Umstellung des Vertrags ohne nochmalige Gesundheitsprüfung vor.

  • Pflegeplatzgarantie
    Einige Versicherungsanbieter garantieren ihren Versicherungsnehmern auch die unbürokratische Vermittlung eines Pflegeheimplatzes in Deutschland.


  • Wieder Eingliederungshilfe
    Einige Versicherungsanbieter Stellen bei Fortfall der Pflegebedürftigkeit zum Beispiel eine Wiedereingliederungshilfe in Höhe von bis zu drei Monatsrenten als kostenfreie Zusatzleistung zur Verfügung.


  • Vorsorgebonus
    Einige Versicherungstarife sehen einen Bonus für den Fall vor, dass vor dem Eintritt des Pflegefalls (mindestens 5 Jahre) regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen hinsichtlich Bluthochdruck und Diabetes erfolgt sind. In einem solchen Fall kann sich z. B. die Pflegerente um bis zu 20 % erhöhen.


  • Assistance Leistungen
    Bei den meisten Rentenversicherungsanbietern ist die Pflegerente mit einem umfangreichen Assistance-Paket ausgestattet.


  • Todesfallleistung
    Bei Pflegerentenversicherungsverträgen die gegen Einmalbeitrag abgeschlossen wurden und auch teilweise mit laufenden Beiträgen bedient werden, erstatten einige Anbieter bei Tod des Versicherungsnehmer den Einmalbeitrag im ersten Versicherungsjahr. Ab dem zweiten Versicherungsjahr verringert sich dann die Leistung gleichmäßig im Verhältnis zu der bereits gezahlten Pflegerente.


  • Sofort Leistungen
    Wird der Versicherungsnehmer während der Dauer der Pflegerentenversicherung pflegebedürftig dann zahlen die Anbieter beim erstmaligen Eintritt der Pflegestufe (I-III) eine zusätzliche Pflegerente in Form einer einmaligen Kapitalzahlung als sofort Leistung.


  • Geld zurück Komponente/Entnahme-Option
    Einige Versicherungsanbieter bewerben Pflegerententarife damit, dass das eingezahlte Kapital nach einer bestimmten Zeit wieder zurückgezahlt werden kann.
    Hierbei gibt es unterschiedliche Varianten. Eine Variante ist z. B., dass der Kunde jederzeit auf das in dem Versicherungsvertrag gebundene Kapital zurückgreifen kann. Stirbt der Versicherte ohne pflegebedürftig geworden zu sein werden bis zu 90 % der eingezahlten Beiträge und die in dem Vertrage zugeteilten Überschüsse an die Angehörigen ausbezahlt.